Copyright: AllTheContent / Jonny Linder/Pixabay - À condition d’être équilibrée, notre alimentation est la principale source de vitamines.

Temperaturen in freiem Fall, intensivere Arbeitszeiten und mangelnder Sonnenschein stellen den Organismus auf eine harte Probe. Weniger Kraft, fehlende Energie, Müdigkeit usw. Um die Mangelerscheinungen, die Sie schwächen, auszugleichen und Ihre Form wiederzufinden, verlangt es nach einer Kur reich an Vitaminen und Spurenelementen.

Kälte, wenig Licht und Stress machen den Organismus angreifbar. Um seine Vitalität aufrechtzuerhalten, benötigt er die tägliche Zufuhr an Vitaminen – übrigens eine etymologische Wortkreation aus «vital» und «amino». Diese Aminosäuren sind organische Moleküle, welche für die Erneuerung der Zellen unseres Organismus unverzichtbar sind. Sie sind ebenfalls starke Antioxidantien. Das Problem ist, dass unser Körper sie nicht selber produziert und daher auf andere Art und Weise mit ihnen versorgt werden muss.

Ernährung im Einklang

Vorausgesetzt sie ist ausgewogen und vor allem reich an Früchten, Gemüse und Fisch, stellt unsere Ernährung die Hauptquelle der Vitaminzufuhr dar. Allerdings lässt sich der Organismus bei der winterlichen Kälte leicht zur Aufnahme von stärke- und kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln verführen. Diese unterstützen ihn, um gegen die widrigen Bedingungen anzukämpfen und lassen Hungergefühle schnell verschwinden. «Sind Menschen der Kälte ausgesetzt, steigt ihr Bedarf an Kalorien», erklärt Philippe Huber, stv. leitender Arzt der Geriatrie des Genfer Universitätsspitals (Hôpitaux universitaires de Genève). «Man kann also durchaus mehr essen und auch wenn im Winter die Tendenz zu einer Ernährung arm an Vitaminen und Spurenelementen besteht und man nicht ausreichend Früchte und Gemüse isst, so sollte dennoch alles darangesetzt werden, die Zufuhr an Vitaminen aufrecht zu erhalten. Dies ist wichtig für die Gesundheit!» Die Hauptquellen von Aminosäuren werden oft als zweitrangig angesehen oder gar vergessen, was zu einem Defizit führt, den unser Körper als erstes durch eine gesteigerte Müdigkeit ausdrückt. Schlussendlich können solche Mangelerscheinungen ursächlich für schwerwiegendere Erkrankungen sein. Es ist daher essenziell, darauf zu achten alle Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Eisen, dieses wertvolle Mineral…

Sie sind erschöpft? Ihnen fehlt es an Energie? Sie haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren? Möglichweise leiden Sie an Eisenmangel. Das in sehr geringer Menge im Körper vorhandene Eisen spielt eine fundamentale Rolle bei der Blutbildung, ist für die Enzyme wichtig und trägt zur Sauerstoffversorgung der Muskeln bei. Generell unterstützt Eisen den Organismus bei Anstrengungen und hilft Infektionen zu bekämpfen. Dieses Element wirkt also wie eine Art Schutzschild, dass an der Verteidigung unseres Immunsystems beteiligt ist. Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Kälteempfindlichkeit können bei Eisenmangel auftreten. Ganz allgemein wird das Immunsystem geschwächt, was eine Ursache grosser Müdigkeit, Abgeschlagenheit und verringerter intellektueller Fähigkeiten ist. Ein Teil des Eisens in unserem Körper wird täglich eliminiert. Es ist somit unverzichtbar darauf zu achten, dass diese Verluste mit der täglichen Zufuhr von Eisen kompensiert werden. Vorzuziehen sind insbesondere Quellen von Hämeisen (tierischen Ursprungs), d. h. Fleisch, Fisch und Krustentieren.

Moleküle des Lebens
Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink oder Selen nehmen wir mit einer variantenreichen Ernährung, die auf zu stark raffinierte Produkte (Zucker, Mehl und Cerealien) verzichtet, zu uns. Auch die Art des Kochens der Nahrungsmittel bestimmt deren Gehalt an Mineralien. Ziehen Sie daher gedünstete oder dampfgegarte Zubereitungen, bei denen diese wertvollen Mineralien bewahrt werden, vor und lassen Sie reiche, schwer verdauliche Essen, die unseren Metabolismus zu sehr anstrengen und zu seiner Demineralisierung beitragen, aussen vor.

Kopf hoch – bleiben Sie positiv!

Bekannt für seine energetischen und antidepressiven Eigenschaften, ist Magnesium unverzichtbar für die Nerven- und Muskelfunktion. Es ermöglicht unter anderem, gegen Entzündungen und Allergien zu kämpfen und trägt dazu bei, dass unser Immunsystem gut funktioniert. Dennoch nehmen wir nur selten eine ausreichende Menge zu uns. Nicht etwa, weil es schwierig ist, es in unseren Nahrungsmitteln zu finden: Schoggi, Trockenfrüchte und -gemüse, Melasse und auch Muscheln und Krustentiere sind voll davon! Aber Magnesium weist ein grosses Manko auf und zwar, dass es nach der Einnahme sehr einfach und schnell abgebaut bzw. ausgeschieden wird. Hier liegt der Grund eines mehr oder weniger ausgeprägten Mangels und der Folgen, von denen die geläufigsten unerklärliche Müdigkeit oder depressive Stimmungen und auch schmerzhafte Muskelkrämpfe sind. Sportler, die tendenziell stärker schwitzen, haben einen höheren Bedarf, ebenso wie die im Wachstum befindlichen Kinder und Jugendlichen. Unter solchen Umständen wird gerne auch zu den praktischen Nahrungsergänzungsmitteln gegriffen, wobei allerdings nicht vergessen werden sollte, Magnesium über eine ausgewogene Ernährung zu sich zu nehmen.

Wenn sich die Sonne rar macht…

Im Winter sind die Tage kürzer und auch grauer. Der fehlende Sonnenschein senkt die körpereigene Produktion von Vitamin D. Dieses unter anderem für die Gesundheit der Knochen wichtige Vitamin wird von der Haut dank der Sonneneinstrahlung synthetisiert. «Es findet sich nur sehr wenig in der Nahrung, sodass Nahrungsergänzungsmittel notwendig sein, um dieses Manko zu kompensieren», sagt Dr. Huber. «Generell ist die gesamte Bevölkerung von November bis April von diesem Mangel betroffen, unsere betagten Mitmenschen meist sogar das ganze Jahr über. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt der Bevölkerung, vor allem im Winter auf ausreichende Zufuhr von Vitamin D zu achten.» Weiterhin verbringen wir während der kalten Jahreszeiten sehr viel mehr Zeit in unseren Häusern oder Wohnungen. Es gilt also, das Verhalten entsprechend anzupassen. «Zögern Sie nicht das Licht einzuschalten, um besser zu sehen und den Verlust an Helligkeit wettzumachen», sagt unser Experte. «Ausserdem sollte man sich daran gewöhnen täglich 5 Minuten lang zu lüften, auch wenn es kalt ist. So wird die verbrauchte Luft in den Räumen erneuert.» Eine weitere Empfehlung betrifft die Heizung: Um zu trockene Luft zu verhindern, ist es besser, sie nicht zu hoch zu drehen und die Innentemperatur auf rund 20°C zu halten. «Bei älteren Personen, die oft bereits trockene Haut haben, wird dieses Problem in der Winterzeit noch verstärkt», warnt der Geriater. Die Lösung: eine moderat eingestellte Heizung und Gebrauch einer feuchtigkeitsspenden Creme.»

Vitamin D zur Vorbeugung von Stürzen
Für die Synthese des wertvollen Vitamins D, das die Assimilierung von Calcium begünstigt, ist die Sonnenstrahlung unabdingbar. Das Problem ist, dass wir in der Winterzeit der Sonne zu wenig davon ausgesetzt sind! Gemäss einem wissenschaftlichen Artikel des Universitätsspitals Zürich, stärkt Vitamin D, neben seiner Knochenbrüchen vorbeugenden Wirkung, auch die Muskeln und verbessert den Gleichgewichtssinn. Mangel an diesem Vitamin wirkt sich somit direkt auf Stürze bei älteren Personen aus! Dank der Zufuhr von Vitamin D können Stürze und Knochenbrüche im Hüftbereich um rund 30% verringert werden. Der Trick ist: Milchprodukte zu sich nehmen, denn sie sind reich an Calcium.

Ausgleich des Wasserbedarfs

Selbst im Winter gilt es genügend zu trinken, sei es Wasser, Kräutertees oder Suppen. Ideal ist, jeden Morgen eine neue Flasche parat zu stellen und sich das Ziel setzen, diese im Verlauf des Tages vollständig auszutrinken, auch ohne Durst zu verspüren. Diesbezüglich erinnert Philippe Huber uns daran, dass insbesondere ältere Menschen Gefahr laufen, das regelmässige Trinken zu vergessen: «Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl ab. Da mit der Heizung die Luft noch trockener ist, nimmt der Wasserverlust entsprechend zu. Es gilt also im Winter mindestens ebenso viel wie im Sommer zu trinken.» Es gilt eine ausreichende Menge an Flüssigkeiten zu sich zu nehmen und Nahrungsmittel mit viel Vitaminen zu bevorzugen: Dies sind essenzielle Gewohnheiten, die wir verinnerlichen sollten, um dem Organismus zu ermöglichen, seine ganze Kraft und Energie zu behalten, insbesondere im Winter, da er tagtäglich gegen die Kälte und saisonalen Mikroben zu kämpfen hat.

Mit Philippe Huber, stv. leitender Arzt der Geriatrie des Genfer Universitätsspitals HUG

Professor Philippe Huber absolvierte sein Studium in Genf, wo er sein eidgenössisches Arztdiplom erlangte. Er ist ferner Inhaber eines Diploms in Verhaltensmedizin und Psychosozialer Medizin (Behavioral and Psychosocial Medicine) der Universität von Rochester, NY, USA. Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt in Geriatrie, doziert er ebenfalls an der Fakultät für Medizin in Genf. Sein besonderes Interesse gilt den Lehrmethoden und dem Führen von Fahrzeugen durch betagte Personen.

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