Schlaf ist wichtig für unsere Erholung. Die Folgen von Müdigkeit werden häufig unterschätzt. An jedem fünften Berufsunfall sind Schlafprobleme beteiligt. Mit dem richtigen Verhalten kann ein erholsamer Schlaf wirkungsvoll unterstützt werden.

Eigentlich ist jeder Mensch sein eigener Schlafprofi – denn ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Trotzdem klagen viele Menschen über einen schlechten Schlaf ohne etwas dagegen zu unternehmen. Gleichzeitig ist in Europa jeder ein «Star», der gut im Job ist und wenig Schlaf braucht. Das hat gefährliche Folgen.

Wenig Schlaf macht «betrunken»

Die Auswirkungen von Schlafproblemen kennen wir alle: man ist müde, unkonzentriert, langsam und dünnhäutig. Zu wenig Schlaf wirkt wie Alkohol. Wer müde ist, macht häufig Fehler und hat ein doppelt so hohes Risiko für Berufs- und Freizeitunfälle. Deshalb sollten Arbeitnehmer sich selbst und andere nicht durch Müdigkeit gefährden. Beide sagen bei akuter Gefahr Stopp.

Licht macht wach

Die Ursache für die Schlafprobleme der zivilisierten Welt liegen rund 150 Jahre zurück. Die Glühbirne machte plötzlich die Nacht zum Tag und brachte unseren Rhythmus durcheinander. Durch die künstliche Helligkeit wird das «Dunkelhormon» Melatonin nicht mehr ausgeschüttet. Unserem Körper fehlt also das Signal für die Schlafphase. Ein weiteres, neues Problem sind aber auch Fernseher sowie Handy- und Tablet-Displays. Sie senden Licht mit hohem Blau-Anteil aus und machen besonders wach. Wechseln Sie daher am Abend oder in der Nacht in den Night-Modus auf ihrem Smartphone. Auch für PCs gibt es spezielle Programme, welche den Blau-Anteil reduzieren. So zum Beispiel f.lux für Windows.

Leicht in den Schlaf oder ins Schlaflabor?

Meistens ist die Lösung für einen besseren Schlaf recht einfach. Etwa 80 Prozent der Schlafstörungen können simplen Tipps wie etwa den «Grossmutter-Regeln» behoben werden.
Ernsthafte Schlafstörungen sind jedoch unbedingt zu behandeln. Sie sind meist Anzeichen von weiteren Problemen wie etwa psychischen Verstimmungen, Arbeitsüberlastung und Burnout. Insgesamt kennt die Wissenschaft 88 verschiedene Schlafdiagnosen, die zu erschöpften, seelisch und körperlich erkrankten Menschen führen.

Wenn sich jemand aufgrund von Schlafproblemen am Arbeitsplatz erhöhten Risiken aussetzt, ruft das dann die Suva auf den Plan. Sie bietet insbesondere versicherten Betrieben das Modul «Gut schlafen – sicherer leben» an. Der Workshop findet mit einer Suva-Fachperson statt und richtet sich an alle Mitarbeitende – auch an solche ohne Schlafprobleme.


Vier «Grossmutter-Regeln» – Tipps für einen guten Schlaf:

  1. Keine Elektronik vor dem Schlafen Problem
    Nicht nur der Fernseher hält uns wach, sondern auch Handys und Tablets. Grund ist das ausgestrahlte Licht mit hohem Blau-Anteil.
    Lösung: Auf elektronische Geräte spätestens eine Stunde vor dem Schlafengehen verzichten. Erst recht im Schlafzimmer.
  2. Bewegung im FreienProblem
  3. Auf die Ernährung achten
  4. Schlafengehen als Ritual

Artikel durchgeführt in Partnerschaft mit der Suva.

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