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Die Sommerferien rücken in greifbare Nähe und es wird Zeit, sich Gedanken über seine Reiseversicherung zu machen. Wie kann man sich gut versichern für wenig Geld und welche Leistungen sollte man wählen? Kleiner Überblick über die besten Lösungen.

Bald sind Sommerferien! Sie planen in diesem Sommer vielleicht eine Weltreise? Einen Trip quer durch Europa oder einfach nur Ferien am Meer in Italien. Was auch immer Sie planen, eine Vorsorge ist das A und O und mit einem guten Reiseschutz gehen Sie auf Nummer sicher. Da ist nur ein Haken: Sie haben die Qual der Wahl zwischen Reiserücktrittsversicherung, Reiseunfallversicherung, Reisekrankenversicherung oder auch Reiserücktransportversicherung! Versuch eines Durchblicks mit einem unabhängigen Versicherungsmakler, der seit über 30 Jahren im Geschäft ist.

Ein guter Versicherungsschutz für unbeschwertes Reisen

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Bevor eine Reiseversicherung abgeschlossen wird, muss grundsätzlich festgelegt werden, ob es sich um ein fernes oder um ein nahes Reiseziel handelt. Die Bedürfnisse sind natürlich nicht die gleichen, ob man in Asien unterwegs ist oder mit dem Auto durch Europa reist. «Aber heutzutage sind die Leute viel reisefreudiger als früher», merkt Roberto Righetti an. «Deshalb ist es von Vorteil, ein 3-in-1-Versicherungspaket abzuschliessen, das Pannenschutz, Rücktransport und Reiserücktritt mit einschliesst.» Der Jahresbeitrag eines solchen Versicherungsschutzes liegt je nach Versicherer zwischen 100 und 300 Franken. Für eine Reise in Europa beispielsweise ist ein Pannenschutz sehr wichtig. «Stellen Sie sich vor, Sie stehen mit Ihrem Auto in Sardinien und haben eine Panne. Die Versicherung sorgt dafür, dass Sie Ihren Urlaub, Ihre Reise fortsetzen können», erklärt Roberto Righetti. «Während die Werkstatt sich um die Reparatur kümmert, gibt die Versicherung Ihnen die Möglichkeit, ein Mietfahrzeug in Anspruch zu nehmen.» Der «Pannenschutz» übernimmt die Kosten für den Transport eines speziellen Ersatzteils, das für die Reparatur notwendig ist. «Die Werkstattkosten müssen Sie allerdings selber tragen», warnt der Fachmann. Stellen Sie deshalb sicher, mit einem funktionstüchtigen Fahrzeug in den Urlaub zu fahren!

Auch im Urlaub können Unfälle passieren

Der Versicherungsmakler empfiehlt dringend, den Pannenschutz an eine Rücktransportversicherung zu koppeln. Denn bei Zwischenfällen oder Unfällen auf der Reise bringt sie den Versicherungsnehmer kostenlos in die Schweiz zurück. «Die Transportart hängt von der jeweiligen Dringlichkeit ab», führt der Fachmann weiter aus. «Wenn der Zwischen- bzw. Unfall am Abend vor der Rückkehr an den Arbeitsplatz erfolgt, kann die Versicherung beispielsweise einen Rücktransport per Flugzeug ins Auge fassen.» Der Rücktransport kann per Zug, per Auto, mit einem Ersatzwagen oder per Flugzeug erfolgen, die Entscheidung liegt allein bei der Versicherungsgesellschaft, die von Fall zu Fall entscheidet. «Deshalb ist es wichtig, die Kontaktdaten des Versicherers immer bei sich zu haben», führt Roberto Righetti weiter aus. «Vor der Abreise sollte man prüfen, ob der Versicherer rund um die Uhr zu erreichen ist und ob es aus der Schweiz und aus dem Ausland verschiedene Rufnummern gibt.» Die Rücktransportversicherung kann für Europa oder die ganze Welt abgeschlossen werden.

Arztkosten: Diese Rechnung kann gesalzen sein!

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Für unseren Versicherungsmakler steht fest, dass der Versicherungsnehmer den «weltweiten» Versicherungsschutz wählen sollte. Als Beispiel führt er den Fall einer Person an, die in Singapur als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Aufgrund der Bewegungsunfähigkeit musste sie per Ambulanzflugzeug nach Hause geflogen werden. Die Gesamtkosten für den Rücktransport beliefen sich auf einige 150 000 Schweizer Franken. Denn an Bord eines fliegenden Krankenwagens befinden sich drei Piloten, darunter ein Arzt sowie eine Krankenschwester. «Der Patient musste während des gesamten Flugs künstlich beatmet werden», erklärt der Versicherungsmakler. «Anschliessend musste er mit dem Hubschrauber vom Flughafen ins Krankenhaus gebracht werden.» Die Rücktransportversicherung kann in ihren allgemeinen Versicherungsbedingungen ebenfalls eine Kostenerstattung für Angehörige vorsehen, die an das Krankenbett des Verletzten oder Kranken reisen möchten.

Gut informiert vor der Abreise

Bei Unfall oder Krankheit stellt sich die Frage nach der Versicherungsleistung ausserhalb der Schweiz. Im Regelfall übernimmt die Grundversorgung der Krankenkasse die Arztkosten bis zum doppelten kantonalen Tarif und der Rest muss vom Versicherten getragen werden, wobei es sich in einem Land wie den USA schnell um eine sehr hohe Summe handeln kann. Eine Zusatzversicherung kommt normalerweise für die zusätzlichen Kosten auf. «Aber die Reisenden sollten sich unbedingt bei ihrer Krankenkasse über den Umfang ihres Versicherungsschutzes im Ausland erkundigen», insistiert Roberto Righetti. Der Fachmann rät, sich bei seinem Arbeitgeber ebenfalls über den Unfallversicherungsschutz seiner Berufshaftpflichtversicherung (Schweizer Unfallversicherungsgesetz) zu informieren. «Das Schweizer Unfallversicherungsgesetz deckt ebenfalls den Rücktransport gemäss den gesetzlich festgeschriebenen Normen und festgelegten Tarifen ab».

Und wenn ich die Reise erst gar nicht antreten kann?

Der letzte wichtige Bereich jeder guten Reiseversicherung betrifft den Reiserücktritt. Die Reiserücktrittsversicherung bietet gezielte Leistungen, wenn die Reise nicht angetreten werden kann, sei es wegen Unfall, Krankheit, Sterbefall eines Angehörigen oder im Fall höherer Gewalt. Die Reiserücktrittsversicherung erstattet alle bereits entstandenen Reisekosten zurück. Der unabhängige Versicherungsmakler erinnert abschliessend daran, dass vor Unterzeichnung einer Reiseversicherung auf Überschneidungen zwischen Versicherungen geachtet werden muss, damit das gleiche Versicherungsrisiko nicht doppelt versichert und bezahlt wird.

SLI/MJU/AllTheContent News Agency

Mit Roberto Righetti, unabhängiger Versicherungsmakler in Genf
Roberto Righetti ist seit 1982 im Versicherungsgeschäft tätig. 17 Jahre hat er bei AXA Winterthur gearbeitet, wo er 6 Jahre lang als Generalvertreter tätig war. Anschliessend arbeitete er als Bereichsleiter in Genf bei Zurich Versicherung, dann bei den Basler Versicherungen als Verkaufsleiter. Seit gut zwei Jahren übt er seinen Beruf als unabhängiger Versicherungsmakler aus.

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