Mehrere Länder haben sich für ihr Verbot innerhalb der nächsten Jahre ausgesprochen und auch die Schweiz macht sich diesbezüglich so ihre Gedanken.

Peeling-Produkte enthalten häufig Mikroplastikkügelchen. Diese landen irgendwann in der Natur und schaden der Umwelt. Dabei können sie durch natürliche Elemente ersetzt werden, wie beispielsweise Nussschalen oder Olivenkernen. Dieser Ansatz sollte von Kosmetikherstellern geprüft werden! In diesem Sommer hat Frankreich beschlossen, den Verkauf von Rinse-off-Produkten, die Mikroplastikkügelchen enthalten, ab 2018 zu verbieten. Das Vereinigte Königreich scheint sich diesem Verbot anschliessen zu wollen. Die Vereinigten Staaten werden sich im gleichen Zeitraum für ein Verbot aussprechen. Und die Schweiz? Der Grünen-Abgeordnete Balthasar Glättli hat im Juni eine Motion eingereicht, die in diese Richtung weist.

Heutzutage kommen diese Mikroplastikkügelchen von der Grösse eines Sandkorns in verschiedenen Kosmetikprodukten zum Einsatz. Dazu gehören insbesondere Peeling-Produkte, Gesichtsreiniger und einige Duschgels, aber auch in manchen Zahncremes kommen sie vor! Mikroplastikkügelchen haben einen scheuernden Effekt und entfernen so abgestorbene Hautzellen von der Haut, die Zähne werden unter ihrem Einfluss schön poliert.

Warum sind Mikroplastikkügelchen Umweltsünder?

Das Problem besteht darin, dass nach dem Abspülen diese biologisch nicht abbaubaren Kügelchen in die Kanalisation gelangen … und da sie nicht wirksam herausgefiltert werden können, landen sie schliesslich in Seen und Meeren! Diese Mikroplastikkügelchen verschmutzen somit die Umwelt und vermehren den Plastikabfall, der durch den Menschen in die Natur gelangt. Und es kommt noch schlimmer: Diese Mikroplastikkügelchen ziehen toxische Substanzen an, die sich an sie anlagern. Letztlich werden die Mikroplastikkügelchen von Meeresbewohnern verschluckt: von Robben, Fischen, Muscheln, Mikroorganismen. Über die Nahrungskette landen diese Schadstoffe schliesslich auf unserem Teller

Umweltfreundliche Alternativen und wie man sie finden kann

Ja doch, es gibt Alternativen zu Mikroplastikkügelchen! Zu diesen biologisch abbaubaren Lösungen gehören Pulver von Nussschalen, Aprikosenkernen, Himbeersamen oder ganz einfach Salz oder Zucker. Diese Lösungen werden in der kosmetischen Formulierung durch die Bezeichnungen «Sodium chloride» (Salz) oder «Walnut Shell Powder» (Pulver aus Walnussschalen) kenntlich gemacht. Die Mikroplastikkügelchen wiederum werden durch eine Vielzahl an Bezeichnungen gekennzeichnet: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenglykol (oftmals durch die Abkürzung PEG- mit einer Nummer dargestellt) usw. Lupen raus, fertig, los! Um Produkte mit Mikroplastikkügelchen zu vermeiden, kann man zu Bio-Kosmetika greifen oder seine Produkte mit der Anwendung «Beat the Microbead» unter die Lupe nehmen. Auf der Website www.beatthemicrobead.org findet man übrigens eine Liste mit Kosmetika, die in der Schweiz verkauft werden und immer noch Mikrokügelchen enthalten.

Verschiedene Kosmetikmarken haben ebenfalls angekündigt, dass sie auf den Einsatz von Mikroplastikkügelchen verzichten werden. Zu diesen Marken gehört beispielweise die L’Oréal-Gruppe, die Marke für Marke daran arbeitet: The Body Shop hat sie seit Anfang 2016 aus seinen Rezepturen gestrichen und das übrige Marken-Portfolio wird bis zur Anwendung des Gesetzes in Frankreich auf Alternativen setzen. Die Clarins-Gruppe hatte diesen Schritt bereits 2015 und Lush im Mai 2014 getan.

SLI/TTI/AllTheContent News Agency

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