© Geheim38/Flickr.com – Kiwis

Drei Tipps für eine schöne Haut auch in der kalten Jahreszeit: eine intensive Versorgung mit Feuchtigkeit, eine sanfte Reinigung und ein regelmässiges Peeling.

Haut, die kribbelt oder die stellenweise austrocknet, Spannungsgefühl: Der Winter setzt unserer Haut arg zu! Neben diesem Komfortverlust stellen wir im Spiegel fest, dass unser Teint grau aussieht und an Ebenmässigkeit eingebüsst hat. Wie erklärt sich dieses Phänomen? Der Hautarzt Alexandre Campanelli erklärt, welche verschiedenen Faktoren ins Spiel kommen: «Generell wird der Haut im Winter stärker zugesetzt, da sie Kälte, Wind und Verschmutzung standhalten muss. Auch ist die relative Luftfeuchtigkeit niedriger, was bei zahlreichen Personen zu trockener Haut führt.» Es triff auch zu, dass die Raumluft in den Wohnungen aufgrund der Heizung trockener ist. Außerdem wird die Epidermis durch sehr warme Duschen oder Wannenbäder, die wir in der kalten Jahreszeit so lieben, stark gereizt! Die Haut ist strapaziert, aber ihr fahles Aussehen hat eine andere Ursache. Aufgrund mangelnder körperlicher Bewegung und der saisonbedingten Müdigkeit, zirkuliert das Blut in der Gesichtshaut langsamer und die Versorgung der Haut mit Sauerstoff lässt zu wünschen übrig. Toxine sammeln sich an und der Teint sieht fahl aus. Ins Freie gehen und sich bewegen kann somit Abhilfe schaffen. «Andere Faktoren für einen fahlen Teint sind Zigaretten, Alkohol und Stress», betont der Facharzt. Die Schönheit der Haut ist somit zunächst einer gesunden Lebensweise geschuldet, bevor auch nur die kleinste Cremetube geöffnet wird!

Wiederholtes Befeuchten
Es gibt jedoch einige Praktiken, die dem Teint Frische verleihen und die sich sowohl an Männer als auch an Frauen richten! Im Winter muss man zunächst einmal darauf achten, seine kältestrapazierte Haut mit Nährstoffen zu versorgen. «Die Bedürfnisse sind von Mensch zu Mensch und je nach Hauttyp verschieden», betont Doktor Alexandre Campanelli. «Ein guter Rat besteht darin, sich um eine intensive Versorgung mit Feuchtigkeit zu bemühen und auch nicht davor zurückzuscheuen, wiederholt Creme aufzutragen.» Balsam oder Emulsion, Creme oder Öl: Man findet eine ganze Reihe von Texturen auf dem Markt, die eine unterschiedliche Befeuchtung der Haut ermöglichen. Jeder muss die Textur wählen, die seinem Typ am besten entspricht. Häufig zieht trockene Haut eine cremige Textur vor, während fettige Haut eher leichte Texturen bevorzugt. «Ein anderer wichtiger Punkt für eine schöne Haut im Winter ist die ausreichende Wasseraufnahme», fügt der Facharzt hinzu. Denn die Hautbefeuchtung erfolgt auch aus dem Inneren heraus!

Eine sanfte Reinigung
Um seine Haut nicht noch stärker zu strapazieren, kann es sinnvoll sein, die gewohnte Reinigung der Haut umzustellen. «Wir empfehlen für die trockene Haut die Verwendung von Syndets, seifenfreien Waschpräparaten, die der Epidermis kein Fett entziehen», stellt Doktor Alexandre Campanelli fest. «Diese Produkte enthalten oft zusätzliche Fettsubstanzen, die die Bildung des Säureschutzmantels der Haut unterstützen.» Der Hautarzt erinnert ebenfalls daran, dass es nicht notwendig ist, sich das Gesicht jeden Tag mit einem Waschmittel zu waschen: Wasser reicht vollkommen aus. «Seife wird eher von zu Akne neigender oder fettiger Haut bevorzugt, da sie überschüssigen Talg entfernt», fügt er hinzu.

Peeling, um die Strahlkraft zu wecken
Neben einer gesunden Lebensweise sollte man ein oder zwei Mal pro Woche ein Peeling anwenden, um die Strahlkraft des Teints zu wecken. «Ein Peeling wird die oberflächlichen Hautschichten abschuppen, Hautunreinheiten lösen und zu einem gleichmässigen Teint verhelfen», erklärt der Hautarzt. Es gibt zwei Arten von Produkten: das mechanische Peeling und das chemische Peeling. Die kleinen, in mechanischen Peeling-Produkten enthaltenen Körnchen lösen Hautschuppen durch Rubbeln. Die chemischen Peeling-Produkte enthalten Moleküle, die abgestorbene Zellen von der Hautoberfläche lösen. Sie ähneln dem Peeling, das in einer Arztpraxis durchgeführt wird, gleichwohl diese Art des Peelings eine intensivere Wirkung hat. Empfindliche und trockene Haut muss sich für ein sanftes Peeling-Produkt entscheiden, das nur gelegentlich verwendet werden sollte, um die Epidermis nicht zu beschädigen. «Chemische Peeling-Produkte sind für Personen mit empfindlicher Haut aufgrund der Substanzen, die sie enthalten, nicht zu empfehlen», führt der Facharzt weiter aus. Ein weiterer Vorteil des Peelings besteht darin, dass die Mikrozirkulation des Blutes dank der Massage angekurbelt wird. Nach dem Peeling ist die Haut für die Aufnahme von Pflegeprodukten bereit: Serum, Creme, Maske usw. Und um sein Hautbild zu verbessern, hält der Facharzt einen letzten, eher ungewöhnlichen Tipp bereit. Hierzu begeben wir uns in die Küche: «Um seinem Teint eine schöne Farbe zu verleihen, kann man auch einfach Karotten essen! Dieses Gemüse verhilft dank des darin enthaltenen Beta-Carotins zu einem strahlenden Aussehen.» Achtung, bei einem übermäßigen Verzehr kann die Hautfarbe ins Orangefarbene umschlagen!

/Marginalias/
Der Haut wird im Winter stärker zugesetzt, da sie Kälte, Wind und Verschmutzung standhalten muss.
Bei großer Kälte sollte man sich um eine intensive Versorgung mit Feuchtigkeit bemühen und auch nicht davor zurückscheuen, wiederholt Creme aufzutragen.

/Encart/ Hauseigene Rezepte
Kiwi-Peeling
Um die Hautschüppchen zu entfernen, muss man nicht in teure Kosmetika investieren! In Anlehnung an den DIY-Trend ist es möglich, sich ein sanftes Peeling in der hauseigenen Küche herzustellen. Das Rezept: Mischen Sie 1 Esslöffel Jojobaöl, 3 Kaffeelöffel Rohrzucker und ein Viertel einer zerquetschten Kiwi. Das Fruchtfleisch der Kiwi verleiht dem Teint Strahlkraft. Der Vorteil des Jojobaöls besteht darin, dass es sich für alle Hauttypen eignet, von fettig bis trocken. Massieren Sie die Mischung leicht in die Gesichtshaut ein, 10 Minuten einwirken lassen.

Eine Maske gegen fahle Haut
Mit den Lebensmitteln, die sich in Ihrer Küche finden, können Sie leicht eine sanfte Gesichtsmaske herstellen, die sich für alle Hauttypen eignet. Erforderliche Zutaten: 1 Kaffeelöffel Honig und 1 Esslöffel Joghurt. Die Pflegemaske, die gut zehn Minuten einwirken sollte, verbindet die pflegenden Vorteile des Honigs, der der Haut Feuchtigkeit spendet und ihre Heilung unterstützt, mit den Vorteilen des Joghurts, der sanft die Epidermis abschuppt und sie dank der Milchsäure von abgestorbenen Zellen befreit. So helfen Sie der Strahlkraft und der Ebenmässigkeit Ihrer Haut auf die Sprünge!

/Bio/
Mit Herrn Doktor Alexandre Campanelli, Facharzt für Dermatologie
Herr Doktor Alexandre Campanelli ist Hautarzt. Er arbeitet im Dermatologischen Institut in der Klinik La Colline in Genf, die er mitbegründet hat, nachdem er als Oberarzt am Universitätskrankenhaus in Genf tätig war. Er hat sich vor allem auf die chirurgische und ästhetische Dermatologie spezialisiert.

© Stéphanie Limosi/flickr.com – Gesichtssommersprossen

© gold36/Fotolia.com – Joghurt und Honig

SDR/TTI/AllTheContent News Agency

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